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Die Ölpreise gaben am Dienstag leicht nach, nachdem sie am Vortag noch um mehr als ein Prozent gestiegen waren. Händler wogen zuletzt die Risiken möglicher Lieferunterbrechungen gegen kurzfristige Gewinnmitnahmen ab, während die Spannungen zwischen den USA und dem Iran weiterhin im Fokus standen. Auslöser der vorherigen Preissteigerungen war eine Warnung der US-Seeschifffahrtsbehörde, wonach US-geflaggte Schiffe die Straße von Hormus möglichst meiden und iranischen Kräften das Betreten der Schiffe verweigern sollen. Da rund ein Fünftel des weltweit verbrauchten Öls durch diese strategisch wichtige Meerenge transportiert wird, bleibt jede Eskalation ein erhebliches Risiko für die globale Ölversorgung, zumal wichtige OPEC-Produzenten wie Iran, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und der Irak ihre Exporte überwiegend über diese Route abwickeln.
Trotz eines vorsichtig positiven Starts der von Oman vermittelten Atomgespräche zwischen Washington und Teheran bleibt die Unsicherheit hoch. Analysten sehen deshalb weiterhin einen moderaten geopolitischen Risikoaufschlag in den Ölpreisen, da verschärfte Sanktionen, militärische Zwischenfälle oder Störungen des Schiffsverkehrs nicht ausgeschlossen sind. Verschärfend kommt hinzu, dass der Iran an seiner Urananreicherung festhält und im Falle eines Angriffs mit Vergeltung gegen US-Stützpunkte in der Region droht.
Parallel dazu erhöht auch die Sanktionspolitik den Druck auf den Ölmarkt. Die EU plant, ihre Maßnahmen gegen Russland auszuweiten und erstmals auch Häfen in Drittstaaten wie Georgien und Indonesien ins Visier zu nehmen, die russisches Öl umschlagen. Zudem wird über eine Abschaffung des Ölpreisdeckels und eine Rückkehr zu einem umfassenden Verbot maritimer Dienstleistungen diskutiert. Erste Marktreaktionen zeigen sich bereits darin, dass Indien vermehrt Rohöl aus Westafrika und dem Nahen Osten einkauft und russische Lieferungen meidet.
Insgesamt bleiben die Ölpreise von geopolitischen Risiken geprägt. Während laufende Verhandlungen kurzfristig für Entspannung sorgen könnten, halten die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten, neue Sanktionsinitiativen und die anstehenden Monatsberichte von EIA, IEA und OPEC die Unsicherheit hoch und stützen einen Risikoaufschlag am Ölmarkt.

| Bereich | Schlusskurs 08.02.2026 |
Schlusskurs 09.02.2026 |
Startkurs heute 10.02.2026 |
Veränderung zum Vortag |
Tendenz 10.02.2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Heizölpreis (Euro/100L) 3.000 L. Standardqualität |
100,13 | 99,52 | 99,70 | 0,2 % | ![]() |
| Rohölsorte Brent (US-Dollar/Barrel) |
68,46 | 69,39 | 68,85 | -0,8 % | ![]() |
| Wechselkurs (Euro/US-Dollar) |
1,1816 | 1,1901 | 1,1907 | 0,1 % | ![]() |
